Häuservernetzung Winterthur

Wohnraum verteidigen!

Wer sind wir?

Die Häuservernetzung Winterthur ist ein Zusammenschluss von Bewohner:innen besetzter und selbstverwalteter Häuser, antikapitalistischen Gruppen und Einzelpersonen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die kapitalistische Stadtaufwertung und für den Erhalt von günstigem Wohnraum.
Wir bewohnen und unterhalten die selbstverwalteten Häuser seit vielen Jahren (das älteste seit 1997, das jüngste seit 2011) mit eigener Arbeit und auf eigene Kosten. Es sind unsere Zuhause und vielfältiger Wohn- und Kulturraum für viele.

Kontakt: haeuservernetzung-winti(aet)riseup.net

Neuste Beiträge

  • Communiqué zur „Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum“-Demonstration vom 20.12.2025

    Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum!

    Am Samstag, 20.12.2025, nahmen sich in Winterthur über 500 Menschen die Strassen, um gegen die geplante Räumung der Gisi (General-Guisan-Strasse 31) und für den Erhalt von günstigem, selbstverwaltetem Wohnraum zu demonstrieren. Wir wurden dabei tatkräftig von Leuten aus der ganzen Schweiz unterstützt. Trotz Grossaufgebot der Bullen liessen wir uns nicht einschüchtern.

     Während der Demo gab es starke Reden vom Revolutonären Jugendbündnis Winterthur, dem Revolutionären Aufbau Winterthur, der Interessengemeinschaft der Bewohner:innen und Benutzer:innen von Stefanini Liegenschaften (IGBBSL) und vom Antikapitalistischen Bündnis Winterthur.

    28 Jahre selbstverwaltete Geschichte unter Beschuss

    Die Stefanini-Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) will die Gisi, eines der ältesten noch bestehenden besetzten Wohn- und Kulturhäuser der Schweiz, im Frühjahr 2026 räumen lassen. Alle Verhandlungsversuche, das Haus weiterhin als unkommerziellen, kollektiven Wohn- und Kulturraum zu erhalten, wurden von der SKKG abgeblockt.

    In der Gisi haben in den letzten 28 Jahren unzählige Künstler:innen mit Konzerten, Workshops und Veranstaltungen für kulturelle Vielfalt gesorgt. Und die Gisi war nicht nur Kulturraum, sondern bedeutete auch günstigen kollektiven Wohnraum für viele, die wenig haben.

    So entstand eine Kultur mit einem kritischen Umgang gegenüber unterdrückerischen Mechanismen, Profitlogik und gesellschaftlichen Zwängen. Damit schreiben wir nicht nur 28 Jahre Geschichte, sondern reihen uns ein in alle linken, emanzipatorischen Kämpfe der Vergangenheit und Zukunft.

    Profit statt Kultur: SKKG und die Stadt ziehen an einem Strang

    Die SKKG besitzt schweizweit rund 2200 Wohnungen. Jahrzehntelang liess sie viele Häuser verlottern und strich gleichzeitig Mieten ein. Jetzt will sie totalsanieren, abreissen, verdrängen und Mieten erhöhen. Währenddessen richtet sich die Wohnpolitik der Stadt Winterthur konsequent auf jene aus, die sich Luxus leisten können. Aufwertung und Verdrängung egal ob in Töss, Hegi oder am Schützenweiher: Wer wenig hat, wird verdrängt.

    Die angedrohte Räumung der Gisi ist nicht nur ein Angriff auf ihre Bewohner:innen. Sie ist ein Angriff auf uns alle, uns alle, die immer grössere Teile unseres Einkommens für Miete ausgeben müssen, die keine zahlbaren Wohnungen mehr finden, die sich gegen den kapitalistische Aufwertungswahn wehren.

    Wenn selbstverwaltete Orte verschwinden, steigen die Mieten ringsherum. Aufwertung und Vertreibung macht nicht einfach plötzlich Halt vor deinem Haus. Und während einige wenige mit Immobilien spekulieren und ihre Renditen maximieren, werden Menschen in den Teufelskreis „arbeiten, um zu wohnen – wohnen, um zu arbeiten“ gezwungen.

    Darum endet unser Kampf auch nicht mit der Gisi oder den anderen räumungsbedrohten Häusern und Wagenplätzen. Er geht über jedes einzelne Haus hinaus. Unser Ziel sind nicht kleine Oasen in einer kapitalistischen Stadt. Unser Ziel ist eine Stadt, in der alle Menschen ein sicheres Zuhause haben, ohne Angst vor Kündigung und Verdrängung. Ein Dach über dem Kopf ist ein Grundrecht, und keine Ware.

    Unser Widerstand geht weiter!

    Nur ein extrem kleiner Teil profitiert im kapitalistischen System. Wir aber – die Mieter:innen, die Besetzer:innen, die Arbeiter:innen, die Kulturschaffenden, die Prekarisierten, die Vertriebenen – wir sind viele! Unser Widerstand endet nicht bei einem Haus oder bei einer Demo. Kämpfen wir gemeinsam weiter!

    Der Kapitalismus ist das Problem!
    Die Häuser denen, die drin wohnen!

    Antikapitalistisches Bündnis Winterthur

    20.12.2025

    Fotos von der Demo:

    Links zu Artikeln über die Demo:

  • NO WEF Winterquartier in Bern

    11.Januar 2026 Input der Häuservernetzung am No WEF Wintertquartier Bern

    Im neuen Jahr finden in Zürich und Bern zur Mobilisierung gegen das WEF Veranstaltungen und Demonstrationen statt.

    Die Häuservernetzung Winterthur wurde zum NO WEF Winterquartier in Bern eingeladen, um über die aktuelle Situation der räumungsbedrohten, selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze zu erzählen. Wir freuen uns über einen solidarischen Austausch.

     

    Gisi verteidigen – Kein Profit mit Wohnraum – Wir bleiben alle!

    Infoveranstaltung zur akuten Räumungsandrohung gegen die Gisi – das älteste besetzte Haus der Schweiz und weitere selbstverwaltete Häuser und Wagenplätze in Winterthur.

     

     

    Wann: 11.01.2026, Uhrzeit folgt
    Wo: NO WEF Winterquartier Reitschule Bern

  • GISI BLEIBT! KEIN PROFIT MIT WOHNRAUM

    Kommt ALLE am 20.12 zum Hauptbahnhof! 

  • WOZ Artikel vom 21.08.2025

    https://www.woz.ch/2534/gisi-in-gefahr/bock-haben-etwas-reissen-alles-in-eigenregie/!6BVPMNQTN0D4

    «Gisi» in Gefahr: Bock haben, etwas reissen, alles in Eigenregie

  • Stellungnahme der Häuservernetzung Winterthur zur Medienmitteilung der Terresta vom 26. Mai 2025

    Kulturstiftung vernichtet Kulturraum

    Am 26. Mai 2025 hat die Terresta, die Immobilienverwaltung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG, auf ihrer Webseite eine Medienmitteilung  zur Schlichtungsverhandlung vom 20. Mai 2025 veröffentlicht, die sich um die angedrohte Räumung der General-Guisanstrasse 31 drehte.

    Im Auftrag der steuerbefreiten, milliardenschweren Kunststiftung SKKG möchte die Terresta im kommenden Februar die General-Guisanstrasse 31 von der Polizei räumen lassen. Ungeachtet der akuten Wohnungsnot sollen sämtliche Bewohner:innen noch im Winter mit Gewalt auf die Strasse gestellt werden.

    In ihrer Medienmitteilung vom 26. Mai 2025 behauptet die Terresta nun, sie hätten seit 2022 versucht, mit den Bewohner:innen der General-Guisanstrasse 31 sowie mit den Bewohner:innen von sechs weiteren selbstverwalteten Stefanini-Liegenschaften «einen Kompromiss» zu finden. In drei Fällen «leider erfolglos», wie sie anfügt.

    Wollte die SKKG einen Kompromiss? Nein!

    Als Häuservernetzung Winterthur – ein Zusammenschluss der räumungsbedrohten Stefanini-Häuser mit anderen Wohnprojekten in Winterthur – versuchen wir seit 2020, den langfristigen Erhalt der selbstverwalteten Stefanini-Häuser abzusichern. In Zeiten der Wohnkrise und immer höheren Mieten ist es richtig, sich für den Erhalt von günstigem Wohn- und Kulturraum sowie gegen die Vertreibung langjähriger Bewohner:innen einzusetzen.

    Seit fünf Jahren sind wir es, die Verhandlungen mit der SKKG initiiert haben. Wir waren stets offen für Gespräche, die den Erhalt des bezahlbaren Wohn- und Kulturraums zum Ziel haben. Wir haben der SKKG mehrere konkrete Vertragsvorschläge unterbreitet. Wir haben dafür Expert:innen zugezogen und Renovationspläne aufgestellt. Diese wurden auch der SKKG vorgelegt.

    Nach einer Reihe von Aktionen, mit denen wir der Forderung nach einer Lösung für alle selbstverwaltetene Häuser Nachdruck verliehen, war die SKKG im Frühling 2022 endlich bereit, sich mit uns zusammenzusetzen.

    An diesem Treffen nahm die damalige SKKG-Präsidentin (heute Direktorin) Bettina Stefanini und der frühere Terresta-CEO Hans Rupp teil. Allerdings ging es nicht darum, wie nun behauptet wird, einen Kompromiss zu finden. Vielmehr wollte die SKKG den Bewohner:innen der selbstverwalteten Häuser einen unsicheren und repressiven Gebrauchsleihevertrag aufwingen.

    Das mussten wir ablehnen. Der von der SKKG vorgebrachte Gebrauchsleihevertrag versprach weder Langfristigkeit noch Sicherheit. Sein Zweck lag einzig und allein darin, die Bewohner:innen einfacher auf die Strasse zu stellen, unter Druck zu setzen und bei Bedarf zu kriminalisieren.

    Wir legten der SKKG stattdessen einen sozial und ökologisch nachhaltigen Vertragsvorschlag vor, um die Häuser langfristig abzusichern. Er sah Baurechtsverträge und einen Renovationsplan vor. Die SKKG ging auf diesen Vorschlag mit keinem Wort ein. Ihr Motto: Friss oder stirb. Sieht so ein Kompromiss aus?

    Nach diesem Gespräch ging die SKKG auf Tauchstation. Bis im Sommer 2023, als sie die Bewohner:innen der selbstverwalteten Häuser vor vollendete Tatsachen stellte. Sie teilte mit, sie werde drei Liegenschaften räumen lassen, komme was wolle. Sie liess nicht mit sich reden. Die SKKG setzt also auf Konfrontation.

    «Gisi»: Vorwände, um eine Räumung zu rechtfertigen

    Eines dieser drei Häuser, die geräumt werden sollen, ist die «Gisi», das älteste und bekannteste besetzte Haus in Winterthur, günstiger Wohn- und unkommerzieller Kulturraum in einem. Seit 28 Jahren wird die «Gisi» von ihren Bewohner:innen und Benutzer:innen mit viel Engagement und Gratisarbeit instand gehalten. Sie wäre sonst längst zerfallen. Die «Gisi» ist schutzwürdig, sowohl die Liegenschaft wie ihre bestehende Nutzung.

    Jahrzehntelang interessierte sich die Eigentümerschaft nicht für den Zustand der «Gisi». Nun, da man Profit aus der Liegenschaft schlagen möchte, schert sie sich ebenso wenig um die Menschen, die sich jahrzehntelang um das Haus gekümmert haben und hier wohnen. Auch nicht um jene, die in der «Gisi» willkommen sind, wenn sie vorübergehend ein Obdach brauchen. Und noch weniger schert sich die Kunststiftung SKKG um die in der «Gisi» entstandene unkommerzielle und vielfältige Kultur.

    In der Medienmitteilung vom 26. Mai 2025 ringt die PR-Abteilung der Terresta um Gründe, wieso eine gewaltsame Räumung der «Gisi» im Februar 2026 nötig sein soll. Sie saugt sie sich regelrecht aus den Fingern:

    • Von «unabsehbaren Haftungsrisiken» ist die Rede. Doch seit den 28 Jahren der Selbstverwaltung hat es in der «Gisi» keinen einzigen Haftungsfall gegeben.
    • Die Lärmbelastung für die Nachbarschaft wird genannt. Deren ist die «Gisi» sich bewusst. Die Bewohner:innen und der Kulturraum bemühen sich um einen rücksichtsvolleren Umgang mit ihren Nachbar:innen. Allerdings ist die «Gisi» beileibe nicht die einzige Lärmquelle. In der Winterthurer Altstadt treffen unterschiedliche Lokale und Menschen aufeinander und sorgen für eine lebendige Stimmung.
    • Die Terresta beschwert sich, dass der Kulturraums den Rechtsweg beschreitet und vor die Schlichtungsstelle zieht. Offenbar ist man bei der SKKG und der Terresta der Ansicht, dass Rechte nur für die Besitzenden gelten und nur von ihnen in Anspruch genommen werden dürfen.
    • Bemängelt wird ein fehlende Wille des Kulturraums, sich «neu zu orientieren». Neuorientierung: das klingt gut, irgendwie modern und auch vernünftig, meint aber bloss die Verdrängung und Zerstörung der im Kulturraum der «Gisi» über Jahrzehnte gewachsenen unkommerziellen Kultur. Die SKKG behauptet, sie sei «nicht gegen die Subkultur, sondern gegen die unregulierte Nutzung ihrer Liegenschaft». Doch wieso weigert sie sich dann, in Verhandlungen über eine mögliche «Regulierung» zu treten?
    • Gefordert wird schliesslich, die Bewohner:innen der «Gisi» müssten aus Respekt vor den künftigen Mieter:innen (die der SKKG eine hohe Miete bezahlen müssen) und «den Interessen der Eigentümerin» gegenüber sich freiwillig räumen lassen. Obdachlos werden aus Respekt vor «der Eigentümerin»? Wie bitte? Wer denkt sich eigentlich sowas aus?

    Letztlich sind das alles Vorwände, weil die SKKG ihr Vorhaben kaschieren möchte, in Zeiten der Wohnkrise eine lukrative Sanierung vorzunehmen. Dafür müssen die Bewohner:innnen der «Gisi» und der unkommerzielle Kulturraum halt vertrieben werden.

    Wer bezahlt eigentlich für die Sanierungen und Abrisse?

    Der Reichtum der als gemeinnützige Kulturstiftung auftretende, tatsächlich als profitorientierte Immobiliengesellschaft operierende SKKG beruht auf jenem ihres verstorbenen Stifters, Bruno Stefanini. Der liess seine zahlreichen Liegenschaften verwahrlosen und kassierte dafür über Jahrzehnte die Mieten, mit denen er Kunst und Krempel (etwa Nazidevotionalen) kaufte.

    Unter der Leitung von Stefaninis Tochter saniert die SKKG nun alle ihre Liegenschaften. Einige will sie auch abreissen und überbauen. Durch die renditegetriebene Sanierungen wird Winterthur stark verändert. Es droht die Vertreibung der ärmeren Bevölkerungsteile. Ganz im Sinne der vom Stadtrat Winterthur unterstützten Politik der kapitalistischen Stadtaufwertung, welche die Ansiedlung von Gutverdienden bezweckt, wird der günstige Wohnraum durch Sanierungen Schritt für Schritt verschwinden.

    Die SKKG investiert nicht weniger als 1 Milliarde, nochmals: 1000 Millionen Franken für Sanierungen und Überbauungen. Woher stammt das ganze Geld? Aus dem Vermögen Stefaninis? Von wegen: Es stammt von den Mieter:innen!

    Die nötigen Sanierungen liessen sich problemlos aus den von Bruno Stefanini angehäuften Geldern finanzieren. Das eine oder andere Gemälde aus seiner Sammlung würde reichen, um ein paar Dächer zu flicken. Auch die Einführung der Kostenmiete in den SKKG-Liegenschaften wäre denkbar. Die finanziell gut aufgestellte Stiftung (ihre Liegenschaften sind schuldenfrei) könnte problemlos mit den Bewohner:innen der selbstverwalteten Häusern eine langfristige und sichere Vereinbarung treffen.

    Doch das grosse Geld lockt. Die SKKG treibt renditegetriebene Sanierungen mit Räumungen, Vertreibungen und Abrissen voran und finanziert diese über höhere Mieten (diese werden notabene mit jedem Mieter:innenwechsel und jeder Pinselrenovation heraufgesetzt). Nicht nur die Mieter:innen zahlen die Zeche, auch die öffentliche Hand, werden doch viele Mieten von Stefanini-Wohnungen über die Sozialhilfe gedeckt.

    Es braucht eine kollektive Lösung

    Unsere Forderung ist: Es braucht für alle räumungsbedrohten selbstverwalteten Häuser eine kollektive Lösung. Als Häuservernetzung Winterthur kämpfen wir gemeinsam, wir entscheiden gemeinsam und wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.

    Wir unterstützen die Bewohner:innen jener vier Häuser, welche die SKKG als Zückerli «zur Weiternutzung» anbietet, wie es in der Medienmitteilung vom 26. Mai 2025 heisst. Genauso werden wir aber jene drei Liegenschaften verteidigen, die die SKKG darum räumen lassen möchte, weil sie an lukrativen Lagen liegen.

    Wir bleiben bei unserem ernstgemeinten Vorschlag gegenüber der SKKG, die selbstverwalteten Häuser im Baurecht zu übernehmen. Damit würden die Bewohner:innen vor der Obdachlosigkeit bewahrt und der Erhalt der Liegenschaften wäre langfristig gesichert. Es ist nicht so, dass die SKKG das nicht einsehen würde: Bei einem der vier Häuser, die sie «zur Weiternutzung» anbietet, verhandeln wir derzeit um einen Baurechtsvertrag.

    Es geht also. Warum nicht auch bei der «Gisi» und den anderen Häusern?

    Die SKKG ist nicht auf die selbstverwalteten Häuser angewiesen. Für uns hingegen bilden sie die Existenzgrundlage. Wir haben sonst nichts. In Winterthur ist es heute schwer, eine bezahlbare Wohnungen zu finden. Die Wohnkrise betrifft alle – wir sind einige unter vielen. Dasselbe gilt für Räume für unkommerzielle Kunst und Kultur, die fehlen.

    Mit ihrer Unbeweglichkeit verschärft die SKKG diese schwierige Situation. Sie hat jetzt die Wahl, ob sie zu einer gütlichen Lösung beitragen oder weiter auf Konfrontation setzen will. Wir bleiben offen für Verhandlungen.

    Gleichzeitig stellen wir klar: Wir werden weder die «Gisi», noch die anderen räumungsbedrohten, selbstverwalteten Häuser kampflos aufgeben.

    Wir, die Häuservernetzung Winterthur, fordern:

    • eine langfristige, sichere und kollektive Lösung für alle selbstverwalteten Stefanini-Häuser
    • keine Kündigungen bei Renovationen von Mietshäusern
    • Mitsprache der Mieter:innen bei Renovationen von Mietshäusern
    • mehr Räume für unkommerziellen Kultur

    Häuservernetzung Winterthur, 17.06.2025

    haeuservernetzung-winti(aet)riseup.net
    wohnraumverteidigen.noblogs.org

  • Hände weg von der Gisi! Alle am Dienstag, 20. Mai 2025 vors Bezirksgericht Winterthur

    Vor zwei Monaten flatterte tatsächlich eine Kündigung der Stefanini-Stiftung SKKG für den seit den 1990er-Jahren gemieteten Raum im EG der seit 1997 besetzten und selbstverwalteten Gisi, einem Wohnhaus & wichtigen Kulturraum in Winterthur.

    Gegen diese Kündigung wehren wir uns mit allen erdenklichen Mitteln!

    Die Gisi ist wichtig als günstiger, selbstverwalteter Wohn- & Kulturraum mitten in einer herausgeputzten und für die Reichen renovierten Stadt. Wir geben sie nicht her!

    Darum kommt alle am Dienstag, 20. Mai 2025, 7:45 Uhr vor das Bezirksgericht Winterthur (Lindstr. 10). Dort findet eine so genannte Schlichtungsverhandlung statt, in dem über die Zukunft des Raumes entschieden werden soll.

    Es ist für Frühstück, Reden, Transparente, Schilder & Kaffee etc. gesorgt.

    Wir wehren uns genauso gegen die drohenden Räumungen der anderen selbstverwalteten Häuser und die Kündigungen, die in dieser Stadt viele Mieter:innen von bisher günstigen Wohnungen drohen oder bereits durchgesetzt wurden, beispielsweise im Tegerloo in Oberi, an der Zypressenstrasse in Wülflingen, im Rosenberg auf dem Wagenplatz und dem Campingplatz… etc. etc.

    Wir solidarisieren uns mit den Kämpfen der Bewohner:innen anderer Städte und Orte gegen die Gewalt und die Zumutungen der Wohnungskrise, gegen Vertreibung und Gentrifizierung überall auf der Welt.

    Die Häuser denen, die drin wohnen

    Häuservernetzung Winterthur

  • Wir lassen uns nicht spalten! Heraus zum 1. Mai & vors Gericht am 5. Mai

    Hier der Aufruf des Antikapitalistischen Bündnisses Winterthur. Wir freuen uns, Euch alle am kämpferischen und revolutionären 1. Mai um 10:30 Uhr auf dem Neumarkt und auf den Strassen zu treffen. Wir bleiben alle!



    Wir lassen uns nicht spalten, Gemeinsam gegen Kapitalismus, Faschismus und Krieg!

    Imperialismus, Völkermord, Kriegstreiberei, die Angriffe auf die Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung und die ansteigende Repression gegen jene, die sich dagegen wehren zeigen: Die Herrschenden lassen keine Gräueltat aus, um die arbeitende Bevölkerung weiter für Profite auszuquetschen.

    Nützlich dabei sind altbekannte Feindbilder, die von ihren Machenschaften ablenken, sodass sie
    die Ausbeuterei unbehelligt für alle verschärfen können. Die durch die Medien und Politik forcierten
    Debatten zu Migration, Kriegstüchtigkeit, Waffenlieferungen und das permanente in die Mangel nehmen armer oder arbeitsloser Menschen schaffen diese Feindbilder. Um Klassenkämpfe zu verhindern, werden Arbeiter:innen dieser Welt gegeneinander aufgehetzt. Doch es ist an der Zeit sich zu vereinen, denn nur geeint haben wir die Chance die Welt zu verändern.

    Wir lassen uns nicht spalten! Deshalb treffen wir uns gemeinsam am 1.Mai um 10:30 auf dem Neumarkt zum revolutionären 1. Mai!


    Kommt auch alle am 5. Mai vor das Bezirksgericht Winterthur!

    Gemeint sind wir alle!

    Gemeinsam an den 1. Mai – gemeinsam vors Bezirksgericht!

    Politischer Prozess am 5.5.2025, 8.15 Uhr, Bezirksgericht Winterthur

    Nach der starken und kämpferischen 1. Mai-Demo 2024 in Winterthur verhaftete die Stadtpolizei willkürlich drei Genoss_innen. Einer der damals Verhafteten hat deswegen am 5. Mai 2025 einen Prozess vor dem Bezirksgericht Winterthur. Die Staatsanwaltschaft hat ihn mit den Politparagraphen Landfriedensbruch, Verstoss gegen das Vermummungsverbot und Hinderung einer Amtshandlung angeklagt. Mit brutalen Verhaftungen und hohen Geld- oder Haftstrafen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft uns spalten, einschüchtern und abschrecken. Mit ihrer Repression wollen sie uns davon abhalten, am 1. Mai unseren Kampf für eine revolutionäre Perspektive und unsere Wut über die herrschenden Zustände auf die Strasse zu tragen.

    Wir lassen uns aber weder spalten oder einschüchtern noch abschrecken, sondern gehen dieses Jahr umso entschlossener an die Demo am 1. Mai und begleiten am 5. Mai unseren Genossen vor das Bezirksgericht. Denn die Inhalte und Parolen, die wir am 1. Mai 2024 auf die Strasse getragen haben – No war but classwar! – haben nichts an Aktualität verloren.

    Wir sehen uns auf der Strasse und am 5. Mai vor Gericht!

    Antikapitalistisches Bündnis Winterthur

  • Öffentliches Essen gegen die Wohnkrise in der Steinberggasse

    Es wurden Reden gehalten, Essen verteilt, zusammen geredet, gegessen und getrunken. Es wurde dabei zur grossen Wohndemonstration vom Sa. 5. April (12:30 Uhr Steinberggasse, Winterthur, danach 14:00 Uhr Rathausbrücke Zürich) aufgerufen.

    Es gab mehrere Info-Tafeln, die über die massiven Mietzinssteigerungen in den renovierten SKKG/Terresta-Wohnungen aufklärten. Auch wurde eine Wohnzimmer-Kunstinstallation installiert.

    Denn wenn wir aus unseren Zuhause fliegen, sehen wir uns auf den Strassen wieder.

    Die Redebeiträge informierten unter anderem über die akute Räumungsdrohung gegen die selbstverwalteten Häuser in dieser Stadt. Allen voran will die Stefanini-Stiftung SKKG das älteste besetze Haus, die General-Guisanstrasse 31, auch Gisi genannt, räumen und alle Bewohner:innen & die Kultur-Raum-Nutzer:innen auf die Strasse stellen. Das ist aber unser Haus und wir werden es nicht kampflos hergeben.

    Die Redebeiträge riefen auch dazu auf, am 1. Mai in grosser Zahl auf die Strasse zu gehen. Denn nicht nur werden wir über die Lohnarbeit, die ständig angehobenen Mieten, Lebensmittel-, Energie- und Krankenkassenkosten ausgebeutet. Es ist auch in ganz Europa eine massive Kriegstreiberei auf unseren Rücken im Gange und die Faschist:innen gewinnen überall an Macht. Wir lassen uns durch ihre Angriffe und Vereinzelungsversuche nicht spalten und gehen dagegen Jahr für Jahr auf die Strasse. Alle am 1. Mai in den revolutionären Block des Antikapitalistischen Bündnisses.

    Wir sehen uns am Samstag zur Wohndemo zuerst mit kurzer Kundgebung auf der Steinberggasse um 12:30 und nehmen dann alle zusammen den Zug an die Demo in Zürich. Denn egal wo wir wohnen, wir müssen uns gegen Vertreibung und die Wohnkrise organisieren, wenn wir die Stadt nur für Reiche verhindern wollen.

  • Communiqué zur angedrohten Räumung der Gisi im Februar 2026

    Heute, am Dienstag, 26. November 2024, haben wir uns mit mehr als 70 Leuten im Innenhof der Gisi besammelt, um eine Delegation von Bauplaner:innen, Denkmalschützer:innen und Feuerpolizist:innen von ihrer geplanten Begehung der Gisi abzuhalten. Diese Begehung sollte ein wichtiger Schritt für die Totalsanierung und damit die Räumung der Gisi sein. Aus diesem Grund verwehren wir ihnen den Zugang zum Haus und machen erneut auf unsere Forderungen aufmerksam.

    Die Terresta AG, Verwalterin der Immobilien der SKKG, hat den Bewohner:innen der Gisi am 7. November 2024 mitgeteilt, dass sie das Haus im Februar 2026 räumen will. Inmitten einer akuten Wohnungsnot sollen also viele Leute, die wenig haben, obdachlos gemacht und günstiger Wohnraum zerstört werden.

    Das Haus an der General-Guisan-Strasse wurde vor 27 Jahren, im Januar 1997 besetzt, und ist mittlerweile eines der ältesten besetzten Häusern der Schweiz. Als bekanntestes besetztes Haus in Winterthur hat die Gisi eine symbolische Bedeutung, die weit über die vier Wände hinausgeht. Seit Jahrzehnten dient sie als Ort der Vernetzung und des Austauschs, bietet günstigen Wohnraum und ist einer der letzten unkommerziellen Kulturorte in dieser Stadt.

    Es drohen aber nicht nur der Gisi die Räumung. Im Juli 2023 hat die SKKG verkündet, dass gleich mehrere besetzte und selbstverwaltete Häuser geräumt werden sollen. Neben der Gisi auch ein Haus an der Schaffhauserstrasse, sowie an der Zürcherstrasse, beide seit mehr als 20 Jahre selbstverwaltet.

    Die SKKG gibt sich gerne als gemeinnützige Kunststiftung. Tatsächlich ist sie ein steuerbefreites, profitorientiertes, milliardenschweres Immobilienunternehmen. Unter der Führung von Bettina Stefanini hat die SKKG eine Abriss- und Sanierungswelle veranschlagt. Sie wird dafür nicht weniger als eine Milliarde Franken ausgeben. Alle 1’700 Wohnungen der SKKG in Winterthur sind davon betroffen, werden abgerissen und überbaut oder totalsaniert. Sämtlichen Bewohner:innen wird gekündigt. Dadurch wird günstiger Wohnraum zerstört und die Mieten in den Quartieren werden erhöht.

    Da die Bewohnenden der besetzten und selbstverwalteten Häuser an einer langfristigen Lösung interessiert sind, haben sie der SKKG bereits 2020 vorgeschlagen, die Häuser im Baurechtsvertrag zu übernehmen und in eine kollektive Besitz- und Nutzer:innenstruktur zu überführen. Angesichts der Wohnungsnot, der Klimakrise und der dringenden Notwendigkeit, mit Ressourcen nachhaltig umzugehen, ergibt dieses Vorgehen ökologisch und sozial am meisten Sinn.

    Die kapitalistische Stadtentwicklung ist kaum je von sozialen oder ökologischen Überlegungen geprägt, sondern hauptsächlich auf Profitmaximierung ausgerichtet. Dass Städte vermehrt als Kapitalanlagen dienen, ist ein globales Phänomen, das die Lebenskosten in urbanen Ballungsräumen auf der ganzen Welt explodieren lässt. Gebaut wird ganz einfach, was die höchste Rendite abwirft. Mieten werden erhöht und die ärmere Bevölkerung aus den Städten vertrieben. Egal, ob hier oder anderswo; egal, ob die Eigentümerschaft unserer Wohnung eine Bank, eine Pensionskasse oder eine Kunst-Siftung ist: Sie alle vermieten für den Profit.

    Aber wir lassen uns nicht vertreiben! Wir sind nicht bereit, die Zerstörung der Gisi und der anderen selbstverwalteten Häuser stillschweigend hinzunehmen! Wehren wir uns gemeinsam gegen die kapitalistische Stadtaufwertung. Wir rufen alle dazu auf, sich mit der Gisi und den anderen bedrohten Häusern zu solidarisieren. Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand, vernetzen und organisieren wir uns. Denn eine andere Stadt ist möglich!

    Häuservernetzung Winterthur, 26. November 2024

    Die Häuservernetzung Winterthur ist ein Zusammenschluss von Bewohner:innen und Benutzer:innen von besetzten und selbstverwalteten Häusern, linken Gruppen und bewegten Menschen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die kapitalistische Stadtaufwertung und für den Erhalt von günstigem Wohnraum.

    wohnraumverteidigen.noblogs.org

    Das Programm der Gisi findet Ihr hier: ggs31.arachnia.ch


    Hier der Inhalt des Briefes, den wir den Leuten der Terresta abgegeben haben:

    Begründung zur Verhinderung der Begehung der General-Guisan-Strasse 31

    An die Verantwortlichen der Terresta AG und SKKG

    Heute hätte eine Begehung der Liegenschaft an der General-Guisan-Strasse 31 stattfinden sollen. Diese Begehung dient einzig dem Zweck weitere Schritte für die Totalsanierung der Gisi zu planen und damit die Räumung im Februar 2026 durchzusetzen.

    Wir stellen uns entschlossen gegen die angedrohte Räumung der Gisi und der anderen selbstverwalteten Häuser und damit gegen jegliche Umbaupläne für eine Nutzung, die das Ende der Selbstverwaltung voraussetzt.

    Die Gisi ist ein selbstverwalteter Ort, an dem sich seit 27 Jahren unterschiedlichste Menschen ohne Konsumzwang treffen. Neben günstigem Wohnraum bietet sie Raum für politische Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Spieleabende, Küche für Alle und dergleichen mehr. Die Gisi ist ein kollektives Projekt, das von solidarischen Menschen mit viel Engagement und grossem Zeitaufwand gestaltet wird. Sie ist ein wichtiger Ort für viele und von vielen. Sie ist ein Beispiel einer notwendigen Widerstandspraxis gegen die kapitalistische Logik, welche nicht davor zurückschreckt auch Grundbedürfnisse wie Wohnraum profitorientiert zu verwerten.

    Aus diesem Grund fordern wir, dass die Verantwortlichen der SKKG endlich mit uns in Verhandlungen treten und auf unsere Anliegen eingehen. Wir fordern nach wie vor einen Baurechtsvertrag, damit die Selbstverwaltung der Gisi auch für die Zukunft sichergestellt ist. Falls es nicht möglich sein sollte, einen solchen Baurechtsvertrag einzugehen, fordern wir ein Ersatzobjekt, sowohl für den Wohn- als auch für den Kulturraum.

    Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme, um in Verhandlung zu treten.

    Häuservernetzung Winterthur

  • Kommt alle an die Wohndemo in Winterthur am 2.11. um 14:00 Stadtpark
    Konut eylemine katılın! Come to the housing demonstration! Der Sommer ist vorbei, die Wohnkrise noch lange nicht! Wenn wir uns nicht organisieren, schmeissen sie uns aus unseren Wohnungen und der Stadt raus. Wohnkrise, Gentrifizierung, Kriminalsierung von Wohnungslosen, Aushöhlung des Mietrechts, all das greift in den Städten um sich. Darum kommt alle an die grosse Wohndemo in Winterthur! Nehmt Eure Freund:innen, Nachbar:innen & Bekannten mit. Am Samstag, 2. November, 14:00 Uhr im Stadtpark Hier ist der ganze Aufruf zur Demo (deutsch, türkisch, englisch): Kein Profit mit unserer Miete! Kommt alle zur Wohndemo! Samstag, 2.11.2024 – 14.00 Uhr – Stadtpark Winterthur Zahlst du auch zu viel Miete? Findest auch du kaum eine neue Wohnung? In Winterthur gibt es kaum freie Wohnungen. Die Mieten werden immer teurer. Die Wohnungen in den grossen Neubauten können sich nur Gutverdienende leisten. In den bisher günstigen Quartieren werden Häuser abgerissen und durch teurere Neubauten ersetzt. So wird beispielsweise in Wülflingen an der Zypressenstrasse günstiger Wohnraum abgerissen und dafür werden teurere Wohnungen gebaut. Auch in Töss verschwinden immer mehr der alten günstigen Arbeiter:innenhäuser und -wohnungen, dafür gibt’s an denselben Orten nun teure Lofts und Luxuswohnungen. Und die bisher günstigen Altstadtwohnungen wurden mit der «Renovationsoffensive» der Stefanini-Stiftung bis zu dreimal teurer. Gebaut und vermietet wird die Stadt für Reiche – Leute mit tiefen Einkommen können sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten. Sie werden aus der Stadt verdrängt. Davon profitieren nur die Immobilienhaie. Genau deswegen machen wir eine Demo. Denn diese Probleme betreffen uns alle und wir können uns nur gemeinsam dagegen wehren. Stehen wir ein für eine Stadt, in der für die Menschen gebaut wird und nicht für den Profit. Stehen wir ein für Wohnraum für alle und für lebendige Quartiere. Stehen wir ein für eine lebenswerte Stadt! Kein Profit mit unserer Miete! Kommt alle an die Wohndemo! Sen de çok fazla kira mı ödüyorsun? Yeni bir daire bulmakta zorlanıyor musun? Winterthur’da neredeyse hiç boş daire bulunmuyor. Üstelik kira fiyatları gittikçe daha da yükseliyor. Büyük ve yeni binalardaki daireleri sadece yüksek gelirliler kiralayabiliyor. Önceleri daha uygun fiyatlı olan mahallelerde ise evler yıkılıyor ve yerlerine oldukça pahalı yeni binalar inşa ediliyor. Örneğin, Wülflingen’de bulunan Zypressenstrasse’de düşük fiyatlı konutlar yıkılırken, yerlerine daha pahalı daireler yapılıyor. Töss bölgesinde de uyguna kiralanabilir işçi evleri ve apartman daireleri giderek yok ediliyor. Şimdi ise bunların yerlerinde pahalı çatı katları ve lüks daireler bulunuyor. Stefanini Vakfı’nın «yenileme saldırısı» ile tarihi kent merkezinde bulunan ve daha önce uygun fiyatlı olan daireler de üç kat daha pahalı hale gelmiş durumda. Şehir, zenginler için inşa edilip kiralanırken, artık burada yaşamayı maddi olarak karşılayamayan düşük gelirli insanlar da şehir dışına itiliyorlar. Üstelik bu durumdan sadece emlak tefecileri faydalanıyor. Bizler de tam olarak bu nedenle bir gösteri düzenliyoruz. Çünkü bu sorunlar hepimizi etkiliyor ve bunlara karşı kendimizi ancak birlikte mücadele ederek savunabiliriz. Kâr amacıyla değil, insanlar için inşa edilen bir şehir için ayağa kalkalım. Herkes için konut ve hayat dolu mahalleler için ayağa kalkalım. Yaşamaya değer bir şehir için ayağa kalkalım! Kiralarımızla kâr etmek yok! Konut eylemine katılın! Are you paying too much rent? Are you struggling to find a new apartment? There are almost no apartments available in Winterthur. Rent is getting more and more expensive. Only people with high incomes can afford to live in the new large apartment complexes. Houses in affordable neighbourhoods are destroyed and replaced by more expensive new buildings. This is happening at Zypressenstrasse in Wülflingen, where affordable housing is demolished and new expensive apartments are built. Or in Töss, where the old and affordable workers’ houses and apartments are replaced by new lofts and luxury apartments. Or in the city centre, where the previously affordable apartments are now three times as expensive as before, thanks to the Stefanini Foundations «renovation campaign». Winterthur is built and rented out for the rich – people with low incomes can no longer afford to live in the city. They are displaced from the city. The only ones who profit are real estate sharks. That is why we take to the streets to protest. We all face these issues, so we all have to fight them, together. We have to fight for a city that is built for people, not for profit. We have to fight for housing for everyone and for lively neighbourhoods. We have to fight for a city worth living in! No profit with our rent! Come to the housing demonstration! Es wurden tolle Transparent, Pins, Velo-Fähnli etc. etc. gebastelt. Wer sich an der Mobilisierung beteiligen will, kann sowohl diese als auch Flugblätter, Kleber und Plakate im Gasthof zum Widder abholen.

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